Landesklasse Thüringen 1949/50

—>> zurück zur Übersicht der Landesklasse Thüringen

Landesklasse Thüringen 1949/50

Staffelsieger:

BSG KWU Weimar

Aufsteiger zur DS-Oberliga:

BSG KWU Weimar

Aufsteiger zur DS-Liga:

BSG KWU-DR Nordhausen

Absteiger:

Alle Mannschaften ab Platz 9

Entscheidungsspiel um Platz 8

01.07.1950 in Erfurt:

BSG Industrie Sondershausen – BSG Glückauf Grube Kaiseroda Tiefenort 0:4

Landesklasse Thüringen

1949/50

Staffel I

KWU Weimar

DR Nordhausen

Vorwärts Gotha

Rheinm. Sömmerda

VP Weimar

Werra Breitungen

Aktivist Bleicherode

Kaiseroda Tiefenort

Ind. Sondershausen

Geschw. Scholl Uder

Pels Erfurt

ZSG Waltershausen

Olympia Erfurt

Landesklasse Thüringen 1949/50

Staffel II Abschlußtabelle

Staffelsieger:

SG Lauscha

Aufsteiger zur DS-Oberliga:

keiner

Aufsteiger zur DS-Liga:

SG Lauscha, BSG Carl-Zeiß Jena

Absteiger:

Alle Mannschaften ab Platz 9 (nächste Saison 1 Staffel)

Aufsteiger:

BSG Motor Eisenach, BSG Nortag-Hannewacker Nordhausen-Salza

Endspiel um die Thüringer Landesmeisterschaft

23.04.1950 in Erfurt:

BSG KWU Weimar – SG Lauscha 1:0

Landesmeister und Teilnehmer an der DS-Oberliga Aufstiegsrunde: BSG KWU Weimar

01.08.1949: Aus der SG Schott Jena gründet sich die BSG Otto Schott Jena

17.11.1949: Aus der SG Bleicherode gründet sich die BSG Kali-Aktivist Bleicherode

1949: Aus der SG Nordhausen gründet sich die BSG KWU-Dt. Reichsbahn Nordhausen

1949 Aus der SG Einheit Breitungen gründet sich die SG Eintracht-Werra Breitungen

1949 Aus der SG Sondershausen gründet sich die BSG Industrie Sondershausen

1949 Aus der SG Uder gründet sich die BSG Geschwister Scholl Uder

1949 Aus der SG Olympia Apolda gründet sich die BSG Metall Apolda

1949 Aus der SG Weida gründet sich die BSG Industrie Weida

1949 Aus der SG Suhl gründet sich die ZSG der VEB Suhl

01.01.1950 Aus der SG Eintracht Weimar gründet sich die BSG KWU Weimar

KWU Weimar

1:0 (1:0)

SG Lauscha

BSG KWU Weimar: Schuster, Trommler, Schäller, Fierle, Eidner, Büchner, Reichardt, Göring, Ziehn, Langethal, Griese.

SG Lauscha: Weigelt, Köhler, Tschach, Beck, Schellhammer, Knabner, Greiner-Napp, Leib, Hähnlein, Jäger, Gropp.

Schiedsrichter:

nicht bekannt

Zuschauer:

18.000 im Erfurter Georgij-Dimitroff-Stadion

Tore:

1:0 Ziehn (25.).

Mit einem 1:0-Sieg gegen den Besten der Staffel II, die SG Lauscha, wurde KWU Weimar neuer Thürin-gischer Fußballmeister. Ungewöhnliche Begeisterung herrschte am Tage der Begeisterung. 18.000 umsäumten am Dienstagabend das Spielfeld der Erfurter Dimitroff-Kampfbahn. Ab 16.00 Uhr hörte der Strom der LKW`s und Omnibusse aus Weimar nicht mehr auf. Ein Sonderzug brachte die restlichen KWU-Anhänger nach der Blumenstadt. Auch aus Lauscha trafen zahlreiche LKW`s mit mehreren hundert Schlachtenbummlern in der thüringischen Hauptstadt ein. 18.000 Zuschauer, wochentags um 17.00 Uhr, das ist ein schlagender Beweis der Popularität des Fußballs. Leider kamen die begeisterten Fußballfans nicht ganz auf ihre Kosten, denn die Nervenbelastung beider Mannschaften war zu groß, als dass diese Begegnung höhere technische Merkmale aufweisen konnte. Das Spiel blieb farblos.

Die Südthüringer Glasbläser waren den imposanten Raum und das große Spielfeld nicht gewöhnt. Die ganzen 90 Minuten hindurch vermochten sie ihre Nervosität nicht abzustreifen und vergaßen dabei, ihre spielerischen Mittel anzuwenden. Lediglich mit ihrem bekannten und gefürchteten Kampfgeist stemmten sie sich gegen die drohende Niederlage. Jederzeit aber war die Elf ein anständiger Verlierer und erwarb sich damit Sympathien bei dem neutralen Erfurter Publikum. Weimar versuchte, die Devise „Ball flach spielen“ streng einzuhalten. In den ersten dreißig Minuten gelang es auch, und die schwarz-gelben waren tonangebend. Aber dann spielten sie doch wie Lauscha hoch und ungenau, und sofort verloren sie Linie und Übersicht. Das Urteil der durch die DS-Liga verwöhnten Erfurter über dieses Endspiel war für beide Mannschaften wenig schmeichelhaft, aber es ist zu hart. KWU Weimar und Lauscha können weit mehr als sie am Dienstag gezeigt haben, das hat letzten Endes die Punktspielsaison bewiesen. Ein Endspiel aber hat eigene Gesetze.

Vom Anpfiff an erspielte sich Weimar klare Vorteile, doch die Kombinationsmaschine kam nicht recht ins Laufen. Es wurde aber zunächst noch flach gespielt und damit die Szene beherrscht. Weigelt musste schon in der dritten Minute eine Bombe von Göring aus der Ecke holen. Lauschas Spiel wirkte immer überhastet, und die beiden Außenstürmer waren von Beginn an ausgeschaltet. Der kleine eifrige Jäger und der routinierte Leib hatten nette Szenen, aber es fehlte die klare Linie. Weimar erzwang drei Ecken, die Griese sauber hereingab. Ein toller Kopfball von Reichardt ging ans Außennetz. Göring war im Sturm eifrig um mannschaftliche Bindung bemüht, während der veranlagte Langethal diesmal blaß blieb. In der 25. Minute fiel das entscheidende Tor. Ziehn ließ bei einer hohen Eingabe von Reichardt den Ball einmal aufspringen und knallte dann von 25 m aus der Luft bombig ein! Ein herrliches Tor. Aber anstatt frei aufzuspielen, blieb auch Weimar verkrampft, immer auf Torsicherung bedacht. Schäller erhielt oft Sonderbeifall auf offener Szene bei seinem guten Abwehrspiel. Er verdient das Lob: Bester Spieler der 22. Die zweite Halbzeit wurde noch zerfahrener. Minutenlang schwebte der Ball in der Luft. Hähnlein vergab die beste Ausgleichschance, als er im Gedränge aus drei Metern am Tor vorbeischoß. In den letzten Minuten drängte Lauscha mit aller Macht auf den Ausgleich.

Mannschaftsleiter Hinze, vor einem Jahr selbst noch aktiver Spieler, war glücklich. Er sagte: „ Wenn auch meine Elf nicht voll überzeugen konnte so hat sie doch die ohne Zweifel große Nervenprobe gut überstanden und verdient gewonnen“. Dem pflichteten die tapferen Lauschaer bei. Bei Weimar Schäller überragend, auch Eidner und Göring gut. Lauscha hatte seine besten Leute in den beiden Halben Jäger und Leib. Quelle: Die neue Fussballwoche Ausgabe 17 von 1950.

Landesklasse Thüringen

1949/50

Staffel II

SG Lauscha

Carl-Zeiß Jena

ZSG Neustadt/O.

SG Steinach

Metall Apolda

Franken Wurzbach

Otto Schott Jena

RFT Gera

Industrie Weida

Keramik Kahla

ZSG der VEB Suhl

SG Steinb.-Hallenb.

Union Schalkau

LK Thüringen Aufstiegsrunde 1949/50

Motor Eisenach

Nortag-Hannew. Nordhausen-Salza

Eintracht Arnstadt

Fortuna Pößneck

Aufsteiger zur Landesklasse: Motor Eisenach, Nortag-Hannewacker Nordhausen-Salza

Bezirksklasse Mittelthüringen 1949/50

BSG NAFA Ichtershausen

SG Erfurt-Gispersleben

SG Straußfurt

SG Weißensee

SG Riethnordhausen

BSG der VEB Erfurt

SG der DVP Erfurt

SG Dt. Reichsbahn Erfurt

BSG Fortuna-KWU Erfurt 1b

SG Erfurt-Hochheim

Bezirksklasse Mittelthüringen 1949/50

BSG HESCHO Hermsdorf

BSG Carl-Zeiß Jena 1b

SG Klosterlausnitz

SG Eisenberg

BSG TEXTIL Apolda

BSG KONSUM Jena

BSG KWU Weimar 1b

SG Buttstädt

Bezirksklasse Mittelthüringen 1949/50

SG Eintracht Arnstadt

SG Sparta Ilmenau

SG Rudolstadt

SG Gräfinau-Angstedt

SG Kranichfeld

SG Hünenburg Uhlstädt

SG Geschwenda

Sg Stadtilm

SG Königsee

SG Bad Blankenburg

Endrunde der Staffelsieger Mittelthüringen

SG Eintracht Arnstadt

BSG NAFA Ichtershausen

BSG HESCHO Hermsdorf

Mittelthüringischer Meister: SG Eintracht Arnstadt

Bezirksklasse Nordthüringen 1949/50

SG Sportfreunde Bad Langensalza

BSG Energie Gotha

SG Vorwärts Gotha 1b

SG Vorwärts Schmerbach

BSG Einheit Gotha

SG Bad Tennstedt

SG Vorwärts Großengottern

SG Fortuna Gräfentonna

Bezirksklasse Nordthüringen 1949/50

Nortag-Hannewacker Nordhausen-Salza

SG Sollstedt

BSG KWU Schlotheim

BSG Glück Auf Sondershausen-Jecha

Sg Greußen

SG Wiegersdorf

SG Pustleben

SG Clingen

Bezirksklasse Nordthüringen 1949/50

BSG Thomas Münzer Mühlhausen

SG Dingelstädt

BSG Olympia Heiligenstadt

SG Vorwärts Heiligenstadt

SG Kirchgandern

SG Treffurt

SG Diedorf

Endrunde der Staffelsieger Nordthüringen

Nortag-Hannew. Nordhausen-Salza

BSG Thomas Münzer Mühlhausen

SG Sportfreunde Bad Langensalza

Nordthüringischer Meister: BSG Nortag-Hannewacker Nordhausen-Salza

Endspiel um die Nordthüringer Meisterschaft

05.03.1950 in Sondershausen:

BSG Nortag-Hannewacker Salza – BSG Thomas Münzer Mühlhausen 5:3

Bezirksklasse Ostthüringen 1949/50

SG Vorwärts Greiz

SG Berga

BSG Industrie Weida 1b

SG Wünschendorf

SG Triebes

BSG Textil Greiz

BSG Gera-Süd 1b

BSG Gera-Zwötzen

BSG Dt. Reichsbahn Gera

Bezirksklasse Ostthüringen 1949/50

SG Glück Auf Zechau

BSG Metall Meuselwitz

SG Köstritz

SG Rositz

SG Ronneburg

SG Schmölln

SG Union Thräna

SG Kriebitsch

SG der DVP Gera

Entscheidungsspiele um Platz 3

SG Köstritz

SG Ronneburg

SG Rositz

Bezirksklasse Ostthüringen 1949/50

SG Fortuna Pößneck

SG Eintracht Ranis

SG Triptis

BSG Vorwärts Saalfeld

SG Eintracht Schleiz

BSG VEB Maxhütte Unterwellenborn

SG Fichte Probstzella

SG Vorwärts Hirschberg

Endrunde der Staffelsieger Ostthüringen

SG Fortuna Pößneck

SG Glück Auf Zechau

SG Vorwärts Greiz

Ostthüringischer Meister: SG Fortuna Pößneck

Bezirksklasse Südthüringen 1949/50

SG Oberlind

SG Neuhaus-Schiernitz

SG Mengersgereuth-Hämmern

BSG KWU Sonneberg

SG Steinheid

SG Neuhaus am Rennweg

BSG SIMSON Suhl-Heinrichs

SG Rauenstein

SG Unterneubrunn

SG Themar

Entscheidungsspiel um Platz 1

20.03.1950:

SG Oberlind – SG Neuhaus-Schiernitz 2:1

Bezirksklasse Südthüringen 1949/50

BSG MAS Grimmenthal

BSG Ernst Thälmann Meiningen

BSG Dt. Reichsbahn Meiningen

SG Schweina

SG Schleusingen

SG Viernau

ZSG der VEB Schmalkalden

SG Erlau

SG Immelborn

Entscheidungsspiel um Platz 3

13.03.1950:

BSG Dt. Reichsbahn Meiningen – SG Schweina 3.1

Bezirksklasse Südthüringen 1949/50

ZSG BMW-Werke Eisenach

BSG UMF Ruhla

BSG Barchfeld

BSG Kali Dorndorf/Heiligenroda

SG der DVP Eisenach

BSG Vacha

SG Fambach

ZBSG GlückAuf Kieselbach

BSG Dt. Reichsbahn Eisenach

SG Stadtlengsfeld

Endrunde der Staffelsieger Südthüringen

ZSG BMW-Werke Eisenach

SG Oberlind

BSG MAS Grimmenthal

Südthüringischer Meister: ZSG BMW-Werke Eisenach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner